Städtereisen gehören definitiv zu den wichtigsten Reisetrends der letzten Jahre. Neben den Klassikern Paris, Rom oder New York wird auch der Besuch von östlichen Metropolen wie Krakau, St. Petersburg oder Budapest immer beliebter. Prag gehört dabei sicherlich zu einem der begehrtesten Sightseeingzielen. Kein Wunder, gibt es in dieser wunderschönen Metropole doch Kulturgüter aus Jahrtausenden zu bewundern.
Kafkas kleines Häuschen
Die aufregende Stadt an der Moldau hat vieles für ihre Besucher zu bieten: Kunst, Kultur, Sehenswürdigkeiten und mehr als nur eine berühmte Persönlichkeit.
So kann man seine Urlaubsreise in Prag zum Beispiel im Goldenen Gässchen beginnen und sich dort zwischen den winzigen Häuschen wie in einer Zwergenstadt fühlen. Hier sollen Alchimisten mit der Herstellung von Gold und dem Stein der Weisen beschäftigt gewesen sein. Doch nicht nur hierfür ist die "Zlatá Ulicka" bekannt, sondern auch dafür, dass Franz Kafka hier zwischen 1916 und 1917 gelebt hat.
Von hier aus kann man dann auch anschließend die Prager Burg besichtigen, denn die Goldene Gasse befindet sich auf deren Berg. Allerdings sollte man, wenn man das ganze Areal erkunden möchte, viel Zeit mitbringen: Drei Schlosshöfe und zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten bedecken ca. sieben Hektar Fläche und machen die Prager Burg damit zu der größten Burganlage der Welt. Der staunende Besucher kann in dieser Burganlage unter anderem die Heilig Kreutz Kapelle, den Gedenkobelisk der Opfer des 1. Weltkrieges und die Nationalgalerie sehen.
Sightseeing zwischen Brücken und Türmen
Wer Prag besucht wird schnell feststellen, dass man so viele Sehenswürdigkeiten gar nicht alle auf einmal verarbeiten kann.
Der Pulverturm ist einer der 13 Türme und Tore, die einst die Prager Altstadt umgaben und liegt auf der so genannten königlichen Route zum Burgberg hinauf. Auf dem Weg dahin kann man ein weiteres Muss in Prag bewundern: die Karlsbrücke. Sie verbindet mit ihren 16 Bögen die beiden Stadtteile Malá Strana und Staré Mesto. Zu ihrer Linken und Rechten wird sie von unterschiedlichen Heiligenfiguren geschmückt, unter anderem mit der des Jan Nepomuk, der just an dieser Stelle in die Moldau gestoßen worden sein soll. Leider sind einige der Statuen nicht mehr im Original zu sehen. Diese kann man aber im Lapidarium nachholen, da hier neben weiteren Steinskulpturen vom 11 bis zum 19. Jahrhundert, auch die Heiligen der Karlsbrücke ausgestellt sind.
Weitere interessante Museen sind zum Beispiel das Prager Stadtmuseum, das Exponate zu allen historischen Epochen der Metropole besitzt, oder das Mucha und das Antonin Dvorak Museeum.
Wer lieber das Panorama der Stadt genießen möchte, fährt entweder für einen Blick auf Prag den Petrin Turm hinauf oder unternimmt eine Bootsfahrt auf der schönen Moldau und lässt die verschiedenen Eindrücke in aller Ruhe auf sich wirken.
